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Leitfaden zur Bewertung von Filmmusik
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Deus et Diabolus


Anmeldungsdatum: 07.04.2005 Beiträge: 577 Wohnort: Düsseldorf
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| Titel: Leitfaden zur Bewertung von Filmmusik |
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Hallo,
Erstmal vorausgesagt: Dies ist ein Leitfaden, kein Zwangsgerüst. Ich versuche, hier eine Methode zur Filmmusik-Bewertung zu vermitteln, um die von meiner Seite gebeten wird - also sollten Euch Zeit/Energie/Lust fehlen, um auf diese Weise analytisch präzise vorzugehen, ist das okay.
Doch ich möchte dennoch denen, die danach streben, versuchen, einen Leitfaden zu geben, wie man eine saubere Analyse abliefert.
Titel
Bitte bereits im Titel angeben, ob es sich um einen Soundtrack oder einen Score handelt. Je nach Release bitte nicht einfach abschreiben, was auf dem Cover steht, sondern selbst bewerten, was von beidem auf der CD überwiegt. Siehe hierzu auch: "Soundtrack oder Score? Der kleine Unterschied..." Danach bitte, einen Doppelpunkt voraussetzend, den Filmtitel angeben. Nicht den kompletten CD-Titel (inspired by the film and interpreted by... derartiges), sondern nur den Film, den es betrifft.
Sollte es, was selten vorkommt, einen zweiten Teil der Filmmusik geben (so bspw. bei Gladiator - "More Music from Gladiator"), die auch noch in die selbe Kategorie (ebenfalls Soundtrack oder Score) fällt, dann bitte in Klammern hinter der Titelangabe eine römische Zwei setzen.
So bei oben genanntem Beispiel: "Score: Gladiator (II)"
Nachrichtentext
Zunächst wollen wir einen Überblick über die gegebenen Fakten an den Leser vermitteln.
Bitte als erstes erneut den Titel des betroffenen Filmes angeben, nur der Übersicht wegen. Darunter dann eine präzisere Kategorisierung, um was für eine Filmmusik es sich handelt.
Sollte auf dem Release (also der CD, Schallplatte, was auch immer) ausschließlich Soundtrack erhalten sein, so schreibt ihr logischerweise "Kategorie: Soundtrack", gleiches gilt entsprechend, sollte nur Score vertreten sein. Da bei vielen Releases allerdings sowohl Soundtrack als auch Score vertreten ist, wäre es angemessen, anzugeben, in welchem Verhältnis sie zueinander stehen.
Hierzu bedienen wir uns der mathematischen Zeichen für "größer als" und "kleiner als" (> und <).
Bspw. ist es bei den meisten Filmmusiken zu James-Bond-Filmen so, dass nur ein gesungenes Titellied darauf zu finden ist, der ist Hintergrundmusik und somit Score.
Dann schriebe man "Kategorie: Score > Soundtrack" oder "Kategorie: Soundtrack < Score", je nach Belieben.
Danach geben wir den Interpreten an, sind es zu viele, um sie knapp aufzuzählen, schreiben wir "Diverse".
Daraufhin wäre ein Tracklisting erwünscht. Das kann man sich nach ein paar Klick leicht bei Amazon kopieren.
Letztlich sollte man sich dann noch eben der Suchfunktion des Forum bedienen, um zu sehen, ob jemand bereits den zugehörigen Film bewertet hat, und den Beitrag verlinken - sollte keine Bewertung da sein, könnt ihr auch gerne selbst eine verfassen
In der Bewertung dann am besten auch einen Beitrag verfassen, in dem ihr auf Eure zugehörige Filmmusikbewertung hinweist.
Damit bauen wir uns auf Dauer ein funktionierendes Netz aus Querverweisen innerhalb des Forums auf!
So, damit wäre der faktische Teil fertig. Bitte die Fakten fett kennzeichnen.
Bewertung
Hier kommt es zur eigentlich Bewertung der Filmmusik. Ihr müsst Euch nicht allzu sehr darauf konzentrieren, Stellen im Film zu erläutern oder Zusammenhänge - geht davon aus, dass der Film bekannt ist oder er bewertet wurde, ihn hier vorzustellen ist nicht eure Aufgabe.
Ihr könnt auf verschiedene Weisen vorgehen, Track für Track bewerten (mühselig, aber sehr saubere Arbeit), die Tracks versuchen, irgendwie zu kategorisieren und dann gebündelt zu vermitteln oder einfach ein paar Tracks herausnehmen, die Euch hervorstechend erscheinen und diese näher umreißen - was allerdings (meiner Ansicht nach) etwas schluderig wäre.
Letztlich kommt es darauf an, Atmosphäre ein wenig zu vermitteln, denn keinen anderen Zweck erfüllt Musik im Film, als dessen Atmosphäre zu unterstreichen oder gar erst zu bilden. Gibt die Musik neue Perspektiven? Passt sie so gut, dass man sie kaum bemerkt? Oder widerspricht sie einfach dem Gesehenen, wirkt unpassend? Das ist wichtig.
Letzten Endes fasst bitte euer Urteil noch einmal in einem Kernsatz zusammen und lasst eine Bewertung auf einer Skala von eins bis zehn, wobei eins die mieseste Hinterweltler-Filmstudent-Mist-Musik darstellt und zehn eine Filmmusik, die jedem so sehr Verstand und Herz erfüllt, dass sie ihn ein Leben lang begleiten wird.
Ergo bspw.: "Zusammenfassend kann man sagen, dass die Musik [hier irgendwas Kluges, Wertendes], daher gebe ich: 4,5 / 10"
Wie man sieht, sind halbe Punkte erlaubt - doch bitte mit keinen noch krummeren Zahlen aufwarten, das wäre überpräzise.
Die Bewertung sowie u.U. auch den Kernsatz bitte ebenfalls fett machen.
Dies wäre dann schon das Ende unseres kleinen Leitfadens. Ich hoffe, es war Euch nicht zu viel zu Lesen und hilft uns allen, einander Bewertungen zu liefern, die wir gerne lesen
D&D
P.S.: Als Beispiel für oben Genanntes in der Umsetzung könnt ihr euch gerne meine Bewertung von der Filmmusik zu "Memento" ansehen. _________________ »Der springende Punkt ist, ob man Autorität hat oder eine Autorität ist.«
Erich Fromm (amerik. Psychoanalytiker dt. Herkunft *1900 - †1980) |
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